Aller au contenu principal
Accueil
Travel Action Days 2026 © NFI
Travel Action Days 2026 © NFI

Travel Action Days 2026: Nachhaltigen Tourismus aktiv mitgestalten!

Am 7. Mai 2026 setzten die Schüler*innen der Berufsschule für Handel und Reisen im Rahmen der Travel Action Days ein starkes Zeichen für nachhaltigen Tourismus. Im Mittelpunkt stand das Thema „(verantwortungs-)BEWUSST REISEN“ mit Fokus auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Bevölkerung in Tourismusdestinationen.

Die Travel Action Days 2026 sollen die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass Destinationen in erster Linie Lebensräume sind und Tourismus nur auf Basis von Partizipation und gesellschaftlicher Akzeptanz gut funktionieren kann. Daher gilt es, touristische Angebote so (weiter) zu entwickeln, dass sie mit den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung im Einklang stehen und einen Nutzen für Gäste und Gastgeber*innen schaffen.

Sensibilisierung, Kooperationen und internationale Perspektiven

Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung des Bewusstseins für die Auswirkungen des eigenen Reiseverhaltens auf die Umwelt und die Menschen in den Destinationen. Dabei setzten sich die teilnehmenden Schüler*innen bereits im Vorfeld intensiv mit Fragestellungen des nachhaltigen Tourismus und der Tourismusakzeptanz auseinander und erstellten eine Umfrage zum Thema „(verantwortungs-)BEWUSST REISEN“, die sowohl in Österreich als auch in verschiedenen Tourismusdestinationen des Globalen Südens verbreitet wurde. 

„Tourismus ja, aber …“

Die Umfrageergebnisse wurden im Rahmen eines „mach“BARCAMPS mit Vertreter*innen aus der Reisebranche intensiv diskutiert. Sie zeigen ein differenziertes Bild der Wahrnehmung von Tourismus in verschiedenen Regionen:

An den Wiener Bahnhöfen und auf der Mariahilfer Straße hoben die Befragten vor allem negative Auswirkungen wie überfüllte öffentliche Verkehrsmittel, Müll und Umweltbelastung sowie steigenden Druck auf die einheimische Bevölkerung durch höhere Mieten hervor. Als unerwünschtes Verhalten von Tourist*innen gelten insbesondere respektloses Auftreten, Verschmutzung sowie das Ignorieren lokaler Regeln und Gepflogenheiten, wie etwa die Einhaltung der Nachtruhe oder das Tragen angemessener Kleidung in religiösen Einrichtungen. Gleichzeitig wurden jedoch auch positive Effekte des Tourismus gesehen, darunter die Stärkung der Gastronomie, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen. 

Befragungen an anderen Orten, etwa in Schönbrunn, im ersten Wiener Gemeindebezirk sowie in Hallstatt und in internationalen Vergleichsregionen wie Gambia, Antalya und den Philippinen, bestätigten dieses ambivalente Bild: Während eine Mehrheit (je nach Destination zwischen 50 und 95 Prozent) den Tourismus grundsätzlich als wirtschaftlich und kulturell bereichernd wahrnimmt, werden zugleich Belastungen wie Lärm, steigende Preise, Umweltprobleme und eine überlastete Infrastruktur als Herausforderungen gesehen. Gleichzeitig äußerten über 80 Prozent der Befragten einen sehr klaren Wunsch nach einem nachhaltigen, verantwortungsvolleren und stärker gemeinwohlorientierten Tourismus, der lokale Gemeinschaften aktiv einbindet und von der Bevölkerung mitgetragen wird.

Junge Perspektiven für ein nachhaltiges Reisen

Die Travel Action Days 2026 zeigen, wie der Dialog zwischen jungen Menschen, der Tourismusbranche und der Bevölkerung in Tourismusdestinationen Impulse für eine zukunftsfähige Entwicklung des Tourismus setzen kann. Die Ergebnisse verdeutlichen den Wunsch nach einer nachhaltigen und partizipativen Tourismusentwicklung und unterstreichen die Verantwortung der Tourismusbranche wie auch der Reisenden selbst, Reisen sowohl ökologisch als auch sozial verträglich zu gestalten.

Die Travel Action Days 2026 werden im Rahmen von International Partnerships Austria von der Austrian Development Agency gefördert. 

International Partnerships Austria