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Fachbesuchertage der Ferienmesse Wien 2015

Der Themenfokus des Programmes, das gemeinsam mit den Partnern ÖGAF, Club Tourismus, Travel Industry Club Austria und HSMA gestaltet wurde, lag auf Aus- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie auf CSR und Nachhaltigkeit.

Die Fachbesuchertage 2015 bildeten den Auftakt für eine Reihe von Aktivitäten und Projekten der NFI – respect anlässlich des Europäischen Jahres für Entwicklung.

Ein Highlight der Fachbesuchertage 2015:
Österreichischer Reise-Verband unterzeichnet Erklärung zu Menschenrechten
Als erstes Unternehmen der Tourismusbranche in Österreich unterzeichnete der Österreichische Reise-Verband (ÖRV) das Commitment für den Beitritt zum „Roundtable Menschenrechte im Tourismus“.  „Wir begrüßen die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte des UN Menschenrechtsrats und bekennen uns zu unserer menschenrechtlichen Verantwortung und Sorgfaltspflicht im Tourismus“, erklärte Dr. Josef Peterleithner, Präsident des ÖRV. (zur Presseaussendung)

 

Nicht wegsehen! Menschenrechte und sexuelle Ausbeutung im Tourismus – Reisebranche und Reisende in der Verantwortung

Fachbesuchertage
TeilnehmerInnen: ASTRID WINKLER / ECPAT, JÜRGEN UNGERBÖCK /  Bundeskriminalamt, PETRA THOMAS / forum anders reisen, JULIA BALATKA / Odysee Reisen, JOSEF PETERLEITHNER / ÖRV, Moderation: CATHRINE SCHWENOHA /NFI

In diesem Themenblock wurde über Meldemechanismen im Hinblick auf sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus diskutiert. Die Anforderungen an Meldestellen und welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen wurde ebenso diskutiert wie der Umgang mit Kunden und die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Tourismusunternehmen. Anhand von aktuellen Anklagen potenzieller Täter wurde auch über Maßnahmen zum Erkennen bzw. zur Vermeidung von sexuellem Kindesmissbrauch im Tourismus diskutiert. Wichtig empfanden hierbei die ExpertInnen auf de m Podium die Sensibilisierungsarbeit auf allen Ebenen – bei den MitarbeiterInnen im Unternehmen genauso wie bei den Reisenden. Die Verantwortung zum Hinsehen liegt nicht nur beim Gesetzgeber, sondern bei jedem/jeder Einzelnen.

 

Im Fokus: Nachhaltigkeitszertifizierungen von Destinationen

Destinationen
TeilnehmerInnen: DAGMAR LUND-DURLACHER / modul university vienna, Vorsitzende Zertifizierungsrat TourCert;
OTTO FICHTL / VKI, Österreichisches Umweltzeichen für Tourismus; KARL REINER / ÖAR; SANDRA HILLERZEDER / Gewinnerin tourissimus 2014; Moderation: CATHRINE SCHWENOHA / NFI

Sandra Hillerzeder, Tourissimus-Gewinnerin 2014, präsentierte zum Einstieg die Ergebnisse ihrer Masterarbeit „Nachhaltigkeit für Destinationen“, in welcher sie der Frage nachging, welchen Einfluss ein Nachhaltigkeitszertifikat auf die Destinationswahl in der Reiseentscheidungsphase hat. Frau Hillerzeder kam zum Ergebnis, dass das Bewusstsein für Labels bei den Befragten nur knapp über der Hälfte lag und Nachhaltigkeitszertifikate per se kein kaufentscheidendes Argument sind. Sie dienen Reisenden vielmehr als Orientierungshilfe und den Unternehmen als Instrumentarium, um Nachhaltigkeit nach außen zu kommunizieren.

Die PodiumsdiskutantInnen haben das steigende Interesse an Labels bestätigt und betont, dass Nachhaltigkeits-Labels als Qualitätsmerkmal fungieren, aber nicht als (alleiniges) Marketing-Tool dienen können. Die Herausforderung bei der Etablierung eines Labels für eine Destination ist die Zusammenarbeit aller Stakeholder. Um die Bekanntheit von Labels zu steigern und um dem Gast die Qualität und die zugrunde liegenden Kriterien einheitlich zu vermitteln, sehen die ExpertInnen in Zukunft eine Chance in der Zusammenarbeit bestehender Labels sowie auf Metaebene (EU-Ebene).

 

CSR im Tourismus braucht Ausbildung!

Ausbildung
TeilnehmerInnen: BIANCA ANDERHUBER
JÜRGEN KÜRNER / Direktor Tourismusschulen Semmering, Sprecher Direktorenverband der Österreichischen Tourismusschulen, GÜNTER MOSER / Leiter Berufsschule für Handel und Reisen, Wien, ERICH CZERNY / Direktor Tourismusschulen Salzburg-Bramberg, PETRA THOMAS / forum anders reisen;
Moderation: CATHRINE SCHWENOHA / NFI

Zu Beginn der Diskussionsrunde stellte Bianca Anderhuber die Forschungsergebnisse ihrer Masterarbeit zur Verankerung von CSR in der Tourismusausbildung vor: Bei CSR stehen das Handwerk und die Menschen im Vordergrund sowie eine neue Werteorientierung. „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ erfordert das eigenständige Erkennen von Entwicklungen und das eigenständige Finden von Lösungen.

Die PodiumsdiskutantInnen waren sich in der darauf folgenden Diskussion einig, dass konkrete fachliche, aber auch persönliche Kompetenzen wie Empathie, Achtsamkeit, genauso wie Zahlenaffinität und Verständnis für die Reisebranche essentiell sind. Die Qualität der Ausbildung sollte u.a. einen output-orientierten Unterricht beinhalten, ebenso Feedback von Lehrenden und SchülerInnen in Unterricht und Praxisausbildung, Achtsamkeit und Flexibilität der LehrerInnen. Kooperationen mit der Wirtschaft sind dabei das Um und Auf.

 


2011 veranstaltete die NFI – RESPECT gemeinsam mit der Kinderschutzorganisation ECPAT und in Kooperation mit der Ferienmesse Wien zum ersten Mal die „CSR-Tage“. TouristikerInnen, MultiplikatorInnen und MedienvertreterInnen konnten sich bei Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen mit ExpertInnen und PraktikerInnen sowie in vertiefenden Workshops über aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen rund um  das Thema „Corporate Social Responsibility & Tourismus“ informieren. Die CSR-Tage wurden 2015 in die „Fachbesuchertage der Ferienmesse Wien“ übergeführt.