Direkt zum Inhalt

1.000 Bäume für den Senegal. Solidarisch für mehr Klimagerechtigkeit!

Unter dem Motto „1.000 Bäume für den Senegal“ luden die NaturFreunde Hofheim und die NaturFreunde Hessen gemeinsam mit der NFI am 23. Juni 2021 zu einem Zoom-Gespräch. Mamadou Mbodji, senegalesischer Vizepräsident der NFI und Vorsitzender des Naturfreunde Afrika-Netzwerks, berichtete in einem bewegenden Vortrag über die Auswirkungen des Klimawandels auf den afrikanischen Kontinent, die immer mehr Menschen ihre Lebensgrundlage nehmen und so auch ein treibender Faktor für die weltweiten Migrationsströme sind: Andauernde Dürreperioden führen zu Totalausfällen der Ernte, die Erosion ganzer Küstenlandschaften infolge des Anstiegs des Meeresspiegels zerstört Siedlungen und landwirtschaftliche Flächen, dazu kommen die voranschreitende Erosion und Versalzung der einst fruchtbaren Böden und der dramatische Rückgang der Fischbestände durch die Versauerung und Überfischung der Ozeane.

Klimagerechtigkeit ist das Gebot der Stunde
Während der Hauptteil der weltweiten Treibhausgasemissionen von den Industrie- und Schwellenländern verursacht wird, die sich nach wie vor nicht zu effizienten Klimaschutzmaßnahmen durchringen können, werden die hauptbetroffenen Länder des Globalen Südens bei der Bekämpfung der Folgen des Klimawandels nur unzureichend unterstützt. Klimagerechtigkeit wäre das Gebot der Stunde, ist aber oft nicht mehr als ein leeres Lippenbekenntnis.

Naturfreunde-KlimaFonds unterstützt Afrika
Die Naturfreunde unterstützen schon seit vielen Jahren partnerschaftliche Projekte in afrikanischen Ländern, um die Folgen des Klimawandels zu mildern und die Lebenssituation der Menschen zu verbessern. Über den Naturfreunde KlimaFonds kann jede*r Einzelne einen solidarischen Beitrag zu ausgewählten Projekten leisten. Wie dies in der Praxis aussieht, darüber berichtete Mamadou Mbodji im zweiten Teil seines Vortrags, in dem er die aus KlimaFonds-Spenden finanzierten Projekte der letzten Jahre vorstellte: Baumpflanzungen im Senegal, in Gambia und in Togo, Workshops zur Errichtung energieeffizienter Kochstellen im Berggebiet von Guinea und der Bau einer dringend benötigten Lagerhalle für landwirtschaftliche Produkte für die Dörfergemeinschaft Finkolo in Mali.

Aktuell werden Spendengelder für die Pflanzung von Obstbäumen in senegalesischen Dörfern gesammelt. Die Bäume festigen die Böden, wirken ausgleichend auf das Klima und liefern in ein paar Jahren wertvolles Obst. Die NaturFreunde Hofheim wollen das Projekt mit ihrer Aktion „1.000 Bäume für den Senegal“ unterstützen und haben auch selbst bereits eine großzügige Spende zugesagt. Weitere Spenden werden dringend benötigt, um möglichst viele Familien am Projekt beteiligen zu können.

Bäume pflanzen für unser aller Zukunft
Jede Spende zählt – gerade auch in einer Zeit, in der immer mehr Menschen angesichts der gegenwärtigen globalen Probleme resignieren – und jede Spende ist mehr als ein Tropfen auf einen heißen Stein. So bekräftigt auch Mamadou Mbodji in seinem abschließenden Statement: „Es gibt Skeptiker und es gibt Optimisten. Ich gehöre zu den Optimisten. Diejenigen, die glauben, dass die Pflanzung eines Baumes nichts bringt, irren sich gewaltig. Wenn in Afrika Bäume gepflanzt werden, nützt das nicht nur Afrika, sondern auch Europa. Pflanzen wir für unseren Planeten und für eine gute Zukunft für alle Menschen!“

Weitere Infos zum KlimaFonds und zur Möglichkeit zu spenden: https://www.climatefund.nf-int.org/de/content/mein-beitrag
Weitere Infos zur Aktion „1.000 Bäume für den Senegal“ der NaturFreunde Hofheim: https://www.naturfreunde-hofheim.de/1000-baeume-fuer-den-senegal-eine-aktion-der-naturfreunde-hofheim/