Naturfreunde News

Outdoor against Cancer: Naturfreunde bieten neue Perspektiven für KrebspatientInnen

Outdoor against cancer
Photo: Naturfreunde Österreich


Eine Krebserkrankung ist für Betroffene und deren Familien und Freundeskreis eine große Herausforderung. In dieser Zeit wollen die Naturfreunde Österreich KrebspatientInnen etwas Einfaches und Wirksames in die Hand geben: die gesundheitsfördernde Bewegung in der Gruppe.

Die Naturfreunde Österreich wollen gemeinsam mit dem deutschen Verein „Outdoor against Cancer“ KrebspatientInnen neuen Mut geben und neue Perspektiven bieten. Viele fühlen sich in solch einer schwierigen Lebensphase hilflos und sehen es als einzige Perspektive, sich ausschließlich auf die Hilfe der kurativen Medizin zu verlassen.

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Therapiebegleitende Outdoor-Angebote

„Outdoor against Cancer: move yourself, go out and live!“ ist ein von der Europäischen Kommission unterstütztes Projekt. Die Technische Universität München erhielt gemeinsam mit den Naturfreunden Kärnten und weiteren vier Organisationen aus Deutschland, Italien, Schweden und Griechenland für 2019 und 2020 eine Förderung im Rahmen von „ERASMUS+ Sport“. Es werden unter anderem Veranstaltungen organisiert, die auf die positiven Effekte von Sport und Bewegung während und nach einer Krebserkrankung informieren.
Es geht dabei nicht um Leistungssport, sondern darum, durch regelmäßige und gezielte Bewegung Körper und Geist während einer schwierigen Zeit zu stärken. Das Bewegungs- und Outdoor-Angebot der Naturfreunde bietet dafür einen geeigneten Rahmen.

Fortbildung für KursleiterInnen

Um ein qualitativ hochwertiges Angebot auch für Menschen mit Krebserkrankung sicherzustellen, ist es wichtig, die KursleiterInnen der Naturfreunde mit dem dafür nötigen Wissen auszustatten. Eine solche Fortbildung, die von der Fakultät für Sport und Gesundheitswissenschaften der TU München gemeinsam mit dem Verein “Outdoor against Cancer” entwickelt wurde, wird nun im Rahmen des EU-Projektes auch bei den Naturfreunden Österreich angeboten.

Outdoor against cancer
Photo: Naturfreunde Österreich


Eine erste zweitägige Fortbildung fand bereits im Mai 2019 statt. 16 Naturfreunde nahmen daran teil und lernten in Theorie und Praxis, was es in ihren Kursen im Umgang mit KrebspatientInnen zu berücksichtigen gilt. Im praktischen Teil konnten die TeilnehmerInnen u.a. mithilfe von Simulationen am eigenen Leib erfahren, was es heißt, sich mit körperlichen Einschränkungen zu bewegen. Diese Erfahrungen ermöglichen den TeilnehmerInnen nun, sich besser in die Rolle von PatientInnen hineinzuversetzen und dadurch auch deren Sicherheit zu gewährleisten.


Erste “Outdoor against Cancer”-zertifizierte Kurse angeboten
In Kürze werden die TeilnehmerInnen, die die Fortbildung mit einer Abschlussprüfung absolvierten, ihre “Outdoor against Cancer”-zertifizierten Kurse anbieten. Das Angebot reicht von leichten Wanderungen bis hin zum Skifahren, Klettern und Bouldern. Weitere Fortbildungen sind für den Herbst dieses Jahres und auch für 2020 geplant. Dann wird ein breit gefächertes Outdoor-Angebot für KrebspatientInnen fix im Kursangebot der Naturfreunde Österreich verankert sein.

Naturfreunde Österreich


 

Europawahlen 2019: Was NaturfreundInnen von zukünftigen EU-Parlamentariern erwarten sollten!  

EU Flagge

Ein Kommentar von Manfred Pils, Präsident der Naturfreunde Internationale

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Eine sehr einseitige Ausrichtung der europäischen Politik auf ökonomische Liberalisierung der Wirtschaft und auf Geldstabilität hat bei vielen BürgerInnen zu Zweifeln am Sinn und Zweck der Europäischen Union geführt. Es ist kein Zufall, dass gerade die BürgerInnen des Vereinigten Königreichs in einem Referendum für den Austritt aus der EU entschieden haben, wo doch Großbritannien der größte Treiber der neoliberalen Politik war – und deren negative Folgen dann der Europäischen Union in die Schuhe geschoben hat. Dieses Muster, dass PolitikerInnen in der EU den Fortschritt behindern, aber dann zu Hause Europa für alle daraus entstehenden negativen Auswirkungen verantwortlich machen, sehen wir leider bei vielen populistischen Parteien in Europa, die bei der Wahl zum EU-Parlament im Mai auch offensiv für einen Abbau der Kompetenzen Europas zugunsten nationaler Kompetenzen werben.  
 
Dabei ist es offensichtlich, dass nur eine starke Europäische Union, die ihre Nachhaltigkeitsziele mit Nachdruck umsetzt, die globalen Herausforderungen der Welt bewältigen kann:  
 
1. Vom weltweiten Klimawandel sind alle betroffen und er kann nicht allein auf nationaler Ebene bekämpft werden. Die Europäische Union muss die Klimaziele von Paris ernst nehmen und die Energiewende in Europa vorantreiben. Dazu brauchen wir eine europaweite CO2-Steuer, um die Transformation in Richtung einer CO2-freien Wirtschaft zu beschleunigen. Ein „Green New Deal“ fördert nicht nur die Umsteuerung in eine nachhaltige Energiepolitik, sondern lässt auch neue, zukunftsträchtige Wirtschaftszweige entstehen.  
 
2. Die europäische Landwirtschaftspolitik muss sich von der exportorientierten Massenproduktion auf die Förderung regionaler, hochwertiger, gesunder und leistbarer Lebensmittel umstellen. Das Verbot chemischer Pestizide wie Glyphosat, die Förderung der biologischen Vielfalt und die Beachtung des Tierwohls schafft nicht nur gesunde Lebensmittel, sondern trägt auch zur Erhaltung unserer natürlichen Umwelt bei.  
 
3. Ein gutes Leben basiert vor allem auch auf wichtigen öffentlichen Dienstleistungen, wie Schulen, Wasser- und Energieversorgung, Nahversorgung mit Lebensmitteln, Verkehr, Abwasserreinigung und Recycling. Anstelle der Privatisierung dieser Dienstleistungen – die letztendlich dazu führt, dass die Qualität nur mehr in großen Ballungsräumen gesichert ist, und die daher in vielen Ländern bereits gescheitert ist – brauchen wir den Schutz und die Förderung dieser öffentlichen Dienste auch im ländlichen Raum. Die europäischen Regionalförderungen sind ein wesentlicher Schlüssel, um den Ausgleich zwischen Stadt und Land zu bewerkstelligen. 

4. Nationale und internationale Unternehmen profitieren von der öffentlichen Infrastruktur sowie von den wichtigen Bildungs- und Forschungseinrichtungen, die über Steuern finanziert werden. Das gegenseitige Ausspielen von Nationalstaaten, welches zu lächerlich niedrigen Unternehmenssteuern beigetragen hat, muss unterbunden werden. Nur eine konzertierte Aktion auf Europäischer Ebene kann diesen Teufelskreis des Steuerdumpings unterbrechen, um Steuergerechtigkeit auf allen Ebenen zu erreichen. Wir brauchen europäische Mindestsätze bei der Besteuerung von Unternehmensgewinnen, die Besteuerung am Ort der Produktion und nicht am Sitz der Firmenzentrale, die Abschaffung von Ausnahmen wie z.B. für die Luft- und Schifffahrt, eine europäische Finanztransaktionssteuer und die Einrichtung digitaler Betriebsstätten. Die EU-Förderungen müssen an ein angemessenes Steuerniveau in den Ländern und andere Nachhaltigkeitskriterien gekoppelt werden.   
 
5. Die EU muss auch ökologische und soziale Standards sicherstellen –sowohl innerhalb der EU selbst, aber auch auf globaler Ebene mit den Handelspartnern. Es darf keinen Handel mit Produkten aus Kinder- und Zwangsarbeit geben, wir brauchen rechtliche Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit strengen Kennzeichnungspflichten. Gerade das Lohn- und Sozialdumping muss wirksam unterbunden werden, hat es doch wesentlich zu der leider vorherrschenden aggressiven Stimmung gegenüber „Ausländern“ beigetragen.    
  
6. Europa muss die Fluchtursachen und nicht die Flüchtlinge bekämpfen. Jeder weiß, dass die Millionen Menschen, die sich auf der Flucht befinden, dieses Schicksal nicht freiwillig gewählt haben. Wir brauchen eine gemeinsame menschliche Asylpolitik nach innen und außen, eine europäische Seenotrettung und einen europäischen Solidaritätsfonds zur Unterstützung von Städten und Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen und aktive Integrationsleistungen setzen.  

7. Zur Umsetzung vieler dieser Maßnahmen müssen wir auch das Einstimmigkeitsprinzip abschaffen. Es kann nicht sein, dass die Verhinderer das Tempo der notwendigen Änderungen bestimmen und dann noch damit Stimmung gegen die EU machen. Auch das Europäische Parlament muss aufgewertet werden, in dem es zum Beispiel auch eine Gesetzgebungskompetenz erhält. 
 
Alle diese Forderungen erfüllen die Ziele einer ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit – sie werden zur sozialen Sicherheit, zu Arbeitsplätzen und zu einem Wohlstand auch in benachteiligten Regionen beitragen. Der Präsident der Naturfreunde Österreich, Andreas Schieder, kandidiert als Listenerster der sozialdemokratischen Partei Österreichs für das Europäische Parlament. Er fordert, dass der neoliberale Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU einem nachhaltigen Entwicklungspakt weichen muss, der an verbindliche ökonomische, ökologische und soziale Ziele gebunden ist. Anstelle des Verschuldungsgrades sollen Indikatoren wie Arbeitslosenrate, CO2-Emissionen, Wohnkosten oder die Vermögensverteilung treten, die besser den Zustand der ökologischen und sozialen Wohlfahrt widerspiegeln.     
 
Letztendlich ist auch entscheidend, dass möglichst viele BürgerInnen sich an der Wahl zum Europaparlament beteiligen, damit die deklarierten ZerstörerInnen Europas nicht noch mehr Schaden anrichten können – gegen den sie uns dann auf nationaler Ebene „schützen“ wollen.  


 


 

Ein Besuch bei Freundinnen und Freunden

Logo der Naturfreunde  Wien

Die Naturfreunde Wien laden anlässlich des 125 Jahre Jubiläums der Naturfreunde-Bewegung interessierte Naturfreunde-Gruppen ein, an diversen Aktivitäten in und um Wien teilzunehmen.

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Eine gemeinsame Festwoche wird im Anschluss an den NFI-Kongress am 13. Juni 2020 stattfinden. Die Führungen und Wanderungen können in Absprache mit den Naturfreunden Wien während des ganzen Jahres durchgeführt werden. Bei Interesse meldet Euch bitte direkt in der Geschäftsstelle der Naturfreunde Wien: wien@naturfreunde.at

 

Aktueller Programmvorschlag zum download.


Die Naturfreunde Tschechien feiern 25 Jahre. Ihre Wurzeln reichen aber noch viel weiter zurück ... 

Naturefriends Tschek Republic
© Přátelé přírody z. s

Am 16. Februar 2019 feiert der nationale Naturfreundeverband in Tschechien sein 25-jähriges Jubiläum der Neugründung. Er entstand 1994 aus zwei Organisationen, dem nordböhmischen Touristischen Verein „Naturfreunde“ aus Jablonec nad Nisou (dt. Gablonz) mit Ortsgruppen in Liberec (dt. Reichenberg), Prag und Ostrava (dt. Ostrau), und dem Kinder- und Jugendverband Duha mit Gruppen junger Leute in ganz Tschechien.  

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Hurra! könnte man sagen. Aber es hat sich schon bald gezeigt, dass dieses Modell nicht funktioniert beide Organisationen hatten zwar ein gemeinsames Dach, machten aber nur wenig gemeinsam. Dies hat sich 2010 geändert, als mehrere neue Ortsgruppen der Naturfreunde gegründet und gemeinsame Aktivitäten initiiert wurden, wie das mehrtägige Jahrestreffen und weitere Projekte. Seit 2015 ist Duha leider kein Mitglied der Naturfreunde Tschechien mehr, mit ihr haben wir 3.000 junge Mitglieder verloren. Der Landesverband arbeitet seitdem „nur“ in sieben Ortsgruppen darunter die mit 350 Mitgliedern größte in Gablonz. Es ist aber eine intensive (Zusammen-)Arbeit in den Bereichen Natur, Kultur, Geschichte, Menschenrechte, Partizipation und sanfter Tourismus. 

Lange Tradition 

Der Verein baut jedoch auf weitaus älteren Wurzeln auf, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Einer der Gründer der Naturfreundebewegung, Georg Schmiedl, wurde in Prossnitz (heute Prostejov, Osttschechien) geboren. Die erste Naturfreundegruppe wurde auf dem Territorium des heutigen Tschechiens gegründet, kurz nach der Gründung der ersten Gruppe in Wien im Jahre 1895 (die 1897 in Trnovany in Nordböhmen gegründete Gruppe war übrigens die drittälteste weltweit). Die Bewegung wurde laufend größer, 1921 wurde schließlich auf dem Prager Kongress eine landesweite Vereinigung, die „Naturfreunde in der Tschechoslowakei, gegründet 

Die Naturfreunde waren zu dieser Zeit bis auf wenige Ausnahmen rein deutschsprachig und arbeiteten in den Grenzgebieten der Tschechoslowakei. Sie bauten aus eigener Kraft ihre Naturfreundehäuser auf, um von Samstag (damals Arbeitstag) bis Sonntag einen Schlafplatz zu haben. Vor dem Krieg gab es in der Tschechoslowakei 39 Naturfreundehäuser (auch in der Hohen Tatra), aber das einzige, das bis heute erhalten ist, ist die „Präsidentenhütte“, die 1927 im Isergebirge gebaut wurde. 

Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers und seiner NSDAP in Deutschland und dem Anschluss Österreichs, der Wiege der Naturfreunde, wurde die Naturfreunde-Bewegung in Deutschland und Österreich verboten; die Mitglieder des Vereins wurden verfolgt, einige sogar inhaftiert. Da boten die tschechoslowakischen Naturfreunde 1936 an, einen Kongress der internationalen Bewegung in Brno (dt. Brünn, Südosttschechien) abzuhalten. Zwei Jahre später wurden die tschechischen Sudeten und bald die übrige Tschechoslowakei von Deutschland besetzt. Und auch hier wurden die Naturfreunde von den Nazis verboten und ihr Eigentum wurde konfisziert, wie in Deutschland und Österreich. 

In der nach dem Krieg wiederbelebten Tschechoslowakei war es nicht möglich, deutsche oder linke Organisationen zu bilden; und auch in der Folgezeit des "Aufbaus des Sozialismus" konnten solche Ideen nicht realisiert werden. So fand die „Wiederbelebung“ der Bewegung erst nach der Samtenen Revolution 1989 statt. Mit Hilfe deutscher und internationaler NaturfreundInnen wurde die Bewegung in der Tschechoslowakei zuerst 1991 in Jablonec nad Nisou neu gegründet und seit 1994 arbeiten die Naturfreunde Tschechien landesweit. Und das wird nun gefeiert! 

 

Přátelé přírody z. s. / Naturfreunde Tschechien 

www.pratele-prirody.cz

 

Der Geburtstagswunsch von Manfred Pils, Präsident der Naturfreunde Internationale 

Im Namen der internationalen Naturfreundegemeinschaft möchte ich den Naturfreunden aus Tschechien unsere herzlichsten Grüße zu ihrem Jubiläum übermitteln. Mein besonderer Dank gilt Mirek Prokes, der als Initiator bei der Gründung der Naturfreunde in Tschechien eine wesentliche Rolle eingenommen hat. In diesen 25 Jahren ist vieles geschehen. Nach dem Fall der Berliner Mauer gab es eine allgemeine Aufbruchsstimmung, die letztendlich in einen Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union mündete. Leider hat sich der versprochene Wohlstand nicht auf alle Bevölkerungsteile gleichmäßig verteilt, weshalb sich heute in vielen Ländern der Europäischen Union politischer Unmut zeigt, der auch zur Unterstützung von rechtspopulistischen oder sogar nationalistischen Parteien in vielen Ländern Europas geführt hat. Aber die Abschottung der Grenzen ist nur eine kurzsichtige Lösung - wir müssen vielmehr gemeinsam daran arbeiten, die Europäische Union zu einer sozialen und nachhaltigen Union zu gestalten, in der Solidarität und gemeinsamer Wohlstand eine wesentliche Rolle spielen. Die Naturfreunde Internationale hat seit ihrer Gründung 1895 immer die internationale und solidarische Verständigung in den Mittelpunkt gestellt. Internationale Begegnung und gemeinsame Projekte machen diese Internationalität erlebbar und tragen hoffentlich dazu bei, die Mauern in den Köpfen abzubauen. In diesem Sinne wünschen wir den Naturfreunden Tschechiens noch viel Erfolg in den nächsten Jahrzehnten.  

Mit einem herzlichen „Berg frei“ 

Manfred Pils, Präsident der NFI 


Ein Ökosystem in Gefahr

ATLED
© A.T.L.E.D.

Die Naturfreunde Algerien engagieren sich seit vielen Jahren für den Naturschutz in ihrem Land. Aktuell setzen sie sich insbesondere für den Schutz der Oasen im Süden Algeriens ein. Warum diese Ökosysteme gefährdet sind und wie sie geschützt werden können, erklärt Hedibi Abdellatif, Präsident von A.T.L.E.D. (NF Algerien). 

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Die Oasen sind aktuell weltweit gefährdet. Die Gründe dafür sind vielfältig: 

 * deutliche Veränderung des Klimas mit zunehmender Dürre und negativen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Wasser, 

* der starke Bevölkerungsdruck und die Urbanisierung setzen dem Ökosystem Oase zu, 

* die Kontrolle der großen Handelskonzerne über die Vermarktungswege der lokalen Produkte, 

* Veränderungen im Lebensstil und im Konsum, insbesondere der Konsum von Industrieerzeugnissen geht auf Kosten der lokal produzierten Lebensmittel und Produkte, 

* die mangelnde Weiterentwicklung und Modernisierung des Bodenrechts, der Wasserwirtschaft und der Nutzungsmethoden; das Ergebnis ist eine Zersiedelung der Landschaft, die die Ökosysteme gefährdet, 

 * geografische Isolation, 

* die fehlende Anerkennung der Besonderheit der Oase durch die Politik, insbesondere aber auch in der Agrarforschung, der Bildung und Weiterbildung. 

All diese Entwicklungen führen zu einer Schwächung der Kräfte in der Region, sowohl durch das Abfließen von Kapital als auch durch die Abwanderung junger Menschen in die Städte oder ins Ausland. 

In diesem Themenkomplex engagieren sich die Naturfreunde Algeriensund schlagen Lösungen für all diese Problemfelder vor. 

 

Hedibi Abdellatif,

Präsident von A.T.L.E.D (Naturfreunde Algerien) 


Die Naturfreunde Belgien wollen hoch hinaus

Naturefriends Belgium

© Natuurvrienden Bergstijgers/ATB De Natuurvrienden
 

Die Naturfreunde Belgien haben im April, Mai und Juni einige große Expeditionen vor: Eine Gruppe von sechs Mitgliedern wird den Denali in Alaska besteigen. Darunter Sanne Lenaerts, Vizepräsidentin von Natuurvrienden Bergstijgers. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.denali2019.be 

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Neben dieser schönen Reise nach Alaska wird auch eines unserer Mitglieder, Niels Jespers (Vorstandsmitglied), nach Pakistan fliegen und versuchen, den K2 zu besteigen. Dies ohne zusätzlichen Sauerstoff. Er würde der erste Belgier sein, der dies schafft. Außerdem klettert er aus eigener Kraft, im alpinen Stil. Nach der Besteigung des Khan Tengri und des Nanga Parbat wird dies sicherlich wieder ein tolles und schönes Erlebnis. Weitere Informationen auf seiner Website: https://www.nielsjespers.be 

 

Lars Ilya Meulenbergs 

Präsident der Bergsteigergruppe (Natuurvrienden Bergstijgers) des ATB De Natuurvrienden  

 


Der Klimawandel trifft die Naturfreunde Italien

von Christian Facchetti

Photo: Christian Faccetti
© Christian Faccetti / NF Italy

Am 29. Oktober 2018 wurde ganz Italien von einem Sturm von beispielloser Stärke heimgesucht, auch im Vergleich zu dem, was normalerweise in dieser Jahreszeit passiert. Leider ist Italien in den letzten Jahren weltberühmt geworden für eine schlechte Raumordnung und schlechtes Flächenmanagement, das viel zu wenig Rücksicht auf die naturräumlichen Gegebenheiten nimmt. Was jedoch Ende Oktober 2018 geschah, hat man in den letzten Jahrhunderten noch nie erlebt.

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Very famous, unfortunately, have become the images of the eradication of 300,000 trees in the Dolomites in a forest known to provide the precious wood the Stradivari violins are built with; less powerful but equally painful were the injuries suffered in the area where there are 2 local groups of Italian Naturefriends, fortunately without causing damages to NF houses.

This is the case of Monte Baldo on the eastern side of Lake Garda, where numerous trees have been uprooted and have closed the forest paths at several points near the Casa NF Baito 359; much more violent instead was the wind that hit the Camonica Valley (in particular Saviore dell'Adamello) exceeding 200 km/h with the consequent uprooting of about 20,000 old trees. The event was so powerful that the local authorities asked the local population not to leave the house for any reason and, the next day, the forest was completely closed by walls of fallen trees. Furthermore, the situation in this area is far from being resolved: winter is coming, and the municipality still awaits the funds to start the work of cleaning the forest on a large scale.

In both cases, however, the friends of nature became protagonists of voluntary activities, much appreciated by the respective communities, restoring with intense manual work the viability of the woods.

For information: info@amicidellanatura.it


Camp für junge BergsteigerInnen im Iran

UIAA Youth Camp
© Atour Adventure Club/UIAA

 

Der Atour Adventure Club im Iran ist seit kurzem Mitglied der Naturfreunde Internationale. Seit Jahren organisiert der Club das UIAA (Union Internationale des Associations d’Alpinisme) Jugendcamp. Dieses Camp ist der perfekte Treffpunkt für junge BergsteigerInnen aus aller Welt.

 

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Gemeinsam besteigen die TeilnehmerInnen den Damavand, den mit 5.610 Metern höchsten Berg des Iran und den höchsten Vulkan Westasiens. Dabei lernen die jungen BergsteigerInnen neue Kulturen und Menschen kennen und schließen neue Freundschaften. Es bietet sich auch immer wieder die Möglichkeit, erfahrene Bergsteiger wie Krzysztof Wielicki persönlich zu treffen. Seit 2015 gibt es diese Veranstaltung, mit TeilnehmerInnen aus ganz Europa, darunter Frankreich, Italien, Deutschland, Belgien, Dänemark, Polen sowie aus Afghanistan, Malaysia, Indien, Aserbaidschan und Sri Lanka.

Das nächste Camp findet von 20. Juli bis 1. August 2019 statt. Mehr Informationen.

Atour Adventure Club

 


NIVON (Naturfreunde Niederlande) wird 95

Naturfreundehaus
NIVONs erstes Naturfreundehaus Krikkenhaar 1928

 

Im kommenden Jahr feiert NIVON, Naturfreunde Niederlande, seine Gründung vor genau 95 Jahren. Vor einem halben Jahrhundert hat NIVON ein jährliches Festival ins Leben gerufen: das PIKA (= Pinsterkamp), das immer am Pfingstwochenende gefeiert wird. Nächstes Jahr wird es das Jubiläumsevent sein, das von 7. bis 10. Juli 2019 stattfindet.

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Der Vorstand von NIVON freut sich, VertreterInnen der internationalen Naturfreunde-Familie einzuladen, insbesondere Mitglieder der Internationalen Naturfreundejugend IYNF sind herzlich willkommen. 

Der 95. Jahrestag wird der Auftakt zu einer größeren Veranstaltung sein. Es soll die Bedeutung der Werte, an die wir glauben, unterstrichen werden: Ehrlichkeit, Nachhaltigkeit, soziales Miteinander und Toleranz. NIVON setzt sich für eine solidarische Gesellschaft ein. 

Im Jahr 2024 hofft NIVON, sein hundertjähriges Jubiläum zu feiern. Im selben Jahr erinnern die niederländischen Naturfreunde daran, dass sie der NFI vor genau hundert Jahren beigetreten sind.

Website NIVON

 

(November 2018)


 

 


 

Das Jedermannsrecht
von Hannele Pöllä/Työväen retkeilyliittory, Naturfreunde Finnland
 

Walking in Finland
© R. Jalkanen

 

Das Jedermannsrecht ist ein wichtiger Teil im Leben der Menschen in Finnland; es erlaubt den freien Zugang zu Wäldern und Naturgebieten fast überall im Land. Unabhängig vom Wohnort, spielt das Jedermannsrecht eine wichtige Rolle für die Menschen, insbesondere für die Erholung in der Natur, im Ökotourismus und für die Nutzung der Natur als Lebensgrundlage. Ohne dieses Jedermannsrecht könnten die Menschen nur öffentliche Bereiche, Straßen und ihren eigenen Besitz nutzen. 
 
Wie zahlreiche  Studien zeigen, fördert der Aufenthalt in Wäldern und in der Natur die Gesundheit des Menschen: Wir erholen uns besser von Stress, der Kopf wird frei und Herzschlag und Blutdruck werden positiv beeinflusst.

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Everyman’s rights

Everyman’s right is an important part of people’s lives in Finland, allowing free access to forests and land areas almost everywhere in the country. Irrespective of people’s place of residence, everyman’s right plays an important role for them, especially in outdoor recreation, eco-tourism and the use of nature as a source of livelihood. Without everyman’s right, people would be confined to public areas, roads and the land that they personally own. According to several studies, being in the forests and close to nature increases the well-being: recovering from the stress is enhanced, the mind is refreshed, and the heart pulse and blood pressure are decreased.
 
Everyman’s rights are for the Finns quite self-evident as we have enjoyed them for all our lives. Only the people in Norway and Sweden have similar rights. Therefore, for many foreign visitors it is hard to believe that everybody can pick up mushrooms or eat blackberries in the forest. 
 
Everyman’s rights allow people to:

  • move about on foot, ski and bicycle in nature, such as in forests, natural meadows and water bodies,
  • ride horses,
  • stay in and temporarily stay overnight in areas where movement is also permitted,
  • pick wild berries, mushrooms and unprotected plants,
  • angle and ice fish, and
  • boat, swim and wash themselves in waters and move about on ice.

 
The key principles of everyman’s rights are derived from the Finnish Constitution, which also ensures the protection of property. Accordingly, there are certain limitations to the rights and people are not allowed to:

  • disturb the use of land by the landowner,
  • move about in yards, cultivated areas or cultivated fields,
  • cut down or harm growing trees,
  • take dry or fallen wood,
  • take moss or lichen,
  • light an open fire on another’s land,
  • disturb domestic premises, for example, by camping too close to dwellings or making noise,
  • drop litter in the environment,
  • drive a motorised vehicle off-road,
  • disturb or damage birds’ nests or chicks,
  • disturb animals, or
  • hunt or fish without the appropriate permits.


The Finnish Yle, the public service broadcasting company, has launched  a one-week campaign "Mennään metsään” - “Let’s go to forest”,  where people can register their visits to nature. So far there are already more than 290,000 visits in the register: https://yle.fi/aihe/mennaan-metsaan. During the campaign Yle also offers a rich variety of nature-related programs.
 
Finland is planning to apply for the everyman’s rights to be included in the Unesco cultural heritage list of living traditions. The list has more than 450 objects from 117 countries – so far nothing from Finland.

Naturefriends Finland

(October 2018)

 


 

Ecocity Forum 2018
 

EcoCity Forum 2018
© Ecocity Forum

 

Vom 3. bis 5. Oktober fand in Thessaloniki, Griechenland, das Ecocity Forum 2018 "Circular Economy in Smart Cities" statt. Organisiert wurde die Konferenz von Ecocity Greece – einer Plattform, in der sich auch die Naturfreunde Griechenland engagieren – mit dem Ziel, das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft und Smart Cities zu schärfen.

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Internationale ExpertInnen konnten als Vortragende in den verschiedenen Panelsitzungen gewonnen werden. Die Naturfreunde Internationale, vertreten durch Katrin Karschat, war eingeladen, die Initiative Transforming Tourism vorzustellen. Diese Initiative, die die Herausforderungen der Tourismusbranche hinsichtlich der Agenda 2030 beleuchtet und auch die Menschenrechte im Tourismus thematisiert, stieß auf großes Interesse und regte zu einer interessanten Diskussion an. 
 
Ecocity Forum | Naturfreunde Griechenland | Transforming Tourism
 
(Oktober 2018)