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Fachveranstaltung: Human Rights in Practice
Fachveranstaltung: Human Rights in Practice

Internationale Fachveranstaltung „Human Rights in Practice: Tourism and the 2030 Agenda for Sustainable Development“

„Human Rights in Practice: Tourism and the 2030 Agenda for Sustainable Development“ war das Thema der internationalen Fachveranstaltung am 28. Juni 2018, die der „Roundtable Human Rights in Tourism“ und die Naturfreunde Internationale organisiert hatten. Rund 50 internationale TeilnehmerInnen – Reiseveranstalter und Reisebüros, ExpertInnen aus Wissenschaft und Politik, VertreterInnen von NGOs, JournalistInnen u.a.m. – kamen nach Wien.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Tourismuswirtschaft in der Praxis zur Wahrung der Menschenrechte entlang der gesamten Dienstleistungskette beitragen und selbst im Rahmen ihrer Aktivitäten und Geschäftsbeziehungen die Erreichung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung unserer Welt (Sustainable Development Goals, SDGs) unterstützen kann. 

Eröffnet wurde das Symposium mit einer Keynote von Karin Lukas vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte in Wien. Sie ging auf den Konnex von SDGs und Menschenrechten ein und skizzierte, was diese in der touristischen Praxis bedeuten und wie sie umgesetzt werden können. Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ist ein umfassender und universeller Rahmen für Regierungen und Unternehmen. Die Achtung der Menschenrechte entlang ihrer Lieferkette ist der stärkste Beitrag von Tourismusunternehmen zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Danach präsentierten Mitglieder und Partner des Roundtable Human Rights in Tourism verschiedene Ansätze zur Einbindung der SDGs in die touristische Praxis – mit dem Fokus auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen in den Destinationen. Die Präsentationen wurden anschließend mit dem Publikum diskutiert.

 Foto: Naturfreunde Internationale/Roundtable Human Rights in Tourism
 Foto: Naturfreunde Internationale/Roundtable Human Rights in Tourism

 

Clare Jenkinson (ABTA) berichtete darüber, wie der Reiseverband seine Mitglieder in Großbritannien hinsichtlich der Berichterstattung unter dem UK Modern Slavery Act – dieser hält Firmen dazu an zu berichten, wie sie gegen Zwangsarbeit, Sklaverei und Menschenhandel entlang der Lieferkette vorgehen – unterstützt.  
 
Ann-Katrin Dolium and Maria Sjödin (Schyst Resande) präsentierten ihre Kampagne für existenzsichernde Löhne für burmesische Wanderarbeiter in Thailand.
 
Kerstin Dohnal (destination:development) stellte ihren partizipatorischen Ansatz bei der Destinationsentwicklung vor, bei dem soziale Berichtsstandards eine zentrale Rolle spielen.
 
Veronika Schanderl (Swisscontact) präsentierte, wie das ILO-SCORE-Programm für kleine Gastgewerbebetriebe in Flores (Indonesien) adaptiert wurde.  
 

Foto: Naturfreunde Internationale/Roundtable Human Rights in Tourism
Foto: Naturfreunde Internationale/Roundtable Human Rights in Tourism

 

Am Nachmittag standen Workshops zu vier Schwerpunktthemen auf dem Programm. Jeder Workshop wurde von zwei PraktikerInnen geleitet, die kurze Impulse gaben für die weitere gemeinsame Diskussion und den Erfahrungsaustausch unter den TeilnehmerInnen.      

Workshop 1
Martin Balas (TourCert) & Ruth Hopfer-Kubsch (Studiosus): Wie kann der Dialog mit den Zulieferern verstärkt und gemeinsame Standards entwickelt werden?
 
Workshop 2
Matthias Leisinger (DER Touristik Suisse) & Markus Löning (Löning - Human Rights and Responsible Business): Wie können Informationen zu Menschenrechten in den Destinationen gesammelt werden und Auswirkungen auf den Tourismus identifiziert und priorisiert werden?
 
Workshop 3
Susana Ceron Baumann (Ventura Travel) & Theo Noten (ECPAT Niederlande): Wie können die Menschenrechte intern und gegenüber den KonsumentInnen kommuniziert werden?
 
Workshop 4
Caroline Steimle (Futouris) & David Ville (Thomas Cook UK): Wie können Public-Private-Partnership-Projekte menschenwürdige Arbeit im Tourismus unterstützen? Wie können Multi-Stakeholder-Ansätze für eine nachhaltige Tourismusentwicklung eingesetzt werden?
 
Ideen und praktische, bereits umgesetzte Maßnahmen wurden gesammelt und als Anregung und Unterstützung für Reiseunternehmen dokumentiert.  

 

Am Nachmittag standen Workshops zu vier Schwerpunktthemen auf dem Programm. Jeder Workshop wurde von zwei PraktikerInnen geleitet, die kurze Impulse gaben für die weitere gemeinsame Diskussion und den Erfahrungsaustausch unter den TeilnehmerInnen.        Workshop 1 Martin Balas (TourCert) & Ruth Hopfer-Kubsch (Studiosus): Wie kann der Dialog mit den Zulieferern verstärkt und gemeinsame Standards entwickelt werden?   Workshop 2 Matthias Leisinger (DER Touristik Suisse) & Markus Löning (Löning - Human Rights and Responsible Business): Wie können Informationen zu Menschenrechten in den Destinationen gesammelt werden und Auswirkungen auf den Tourismus identifiziert und priorisiert werden?   Workshop 3 Susana Ceron Baumann (Ventura Travel) & Theo Noten (ECPAT Niederlande): Wie können die Menschenrechte intern und gegenüber den KonsumentInnen kommuniziert werden?   Workshop 4 Caroline Steimle (Futouris) & David Ville (Thomas Cook UK): Wie können Public-Private-Partnership-Projekte menschenwürdige Arbeit im Tourismus unterstützen? Wie können Multi-Stakeholder-Ansätze für eine nachhaltige Tourismusentwicklung eingesetzt werden?   Ideen und praktische, bereits umgesetzte Maßnahmen wurden gesammelt und als Anregung und Unterstützung für Reiseunternehmen dokumentiert.
Foto: Naturfreunde Internationale/Roundtable Human Rights in Tourism

 

Eine ausführliche Nachlese zur Fachveranstaltung – mit den Präsentationen der Vortragenden und allen Ergebnissen der Diskussionen und Workshops – finden Sie hier.  
 
Mehr Informationen zum Roundtable Human Rights in Tourism finden Sie hier.